HANS STAMMREICH
 
 
 
Remscheid, 16. Juli 1902 - Sao Paulo, 06.03.1969
 
 
 
Zur Feier des 70. Geburtstages von Prof. Dr. Oswaldo Sala [0]wurde im Laboratorio de Espectroscopia Molecular, Instituto de Chimica da Universidade de Sao Paulo ein Workshop on Modern Aspects of Vibrational Spectroscopy veranstaltet, zu der aus der Bundesrepublik die Professoren Wolfgang Kiefer, Würzburg, Andreas Otto, Düsseldorf und Bernhard Schrader, Essen eingeladen wurden. Da Prof. Sala Schüler von Prof. Stammreich ist, ergab sich die Gelegenheit, das Lebenswerk von Hans Stammreich zu würdigen, dessen Leben, wie das vieler anderer Wissenschaftler, durch die Flucht vor den Nationalsozialisten gezeichnet wurde. Die offizielle Biographie [1] konnte durch viele persönliche Details angereichert werden, da die Autoren im Telephonbuch von Sao Paulo die Anschrift von Frau Charlotte Stammreich fanden. Frau Stammreich lud die unerwarteten Gäste sofort zu einem Besuch ein. In bewundernswerter geistiger Frische erzählte sie bisher nicht publizierte Details aus dem Leben von Hans Stammreich, die zum Teil im folgenden Text verarbeitet wurden. Wir meinen, daß wir Hans Stammreich eine Würdigung in dieser Zeitschrift schulden. Hans Stammreich ist den Raman-Spektroskopikern der älteren Generation bestens bekannt als der Pionier der langwelligen Anregung der Raman-Spektren. Er entwickelte nicht nur die erforderliche Aufnahmetechnik sondern er wendete diese auf Probleme an, die vorher unzugänglich waren.
 
Hans Stammreich wurde am 16. Juli 1902 in Remscheid als Sohn des Arztes Max Stammreich und seiner Frau Henriette geboren. Nach seinem Abitur, 1920 in Remscheid, studierte er Physik, Chemie und Physikalische Chemie an den Universitäten Heidelberg und Berlin, wo er 1924 zum Dr. Phil. promovierte mit einer Arbeit 'Die Desensibilisation der Bromsilber-Gelatine-Emulsion' und einer Prüfung durch Bodenstein, Haber und Nernst. 1925 begann er seine Universitätskarriere als Assistent bei Prof. A. Miethe im Laboratorium für Photochemie an der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg (das ist das noch heute existierende , im Krieg nur wenig zerstörte chemische Institut der TU, man betrat es vom Landwehrkanal her). 1927 wurde er Oberassistent bei Prof. E. Lehmann, wo er sich mit der Messung der Sedimentation von Blutkörperchen und keramischen Medien sowie mit der Verwendung desensibilisierter Silberhalogenid-Schichten für direkte Elektronenstrahl-Photographie im KathodenstrahlOszillographen befaßte. Er überprüfte auch die Einsteinschen Gleichungen hinsichtlich der Photochemie von Silberhalogenid-Schichten. Damals lernte er seine Frau Charlotte kennen. Sie war zunaechst am der Graphischen Versuchsanstalt eingestellt und kam im kalten Winter 1926/27 als Laborantin an die Technischen Hochschule. Die beiden heirateten im Jahre 1929. 1930 wurde er mit der Leitung der Sektion Spektroskopie und Spektralanalyse der TH Berlin beauftragt.
 
Sie hatten Freunde in Berlin: z.B. seit Kindheit Axel Eggebrecht, mit ihm seien sie in Berlin herumgebummelt, und Arthur Koestler. Die Stammreichs waren völlig assimiliert. Auch heute spricht Frau Stammreich noch ein gepflegtes Deutsch mit Berliner Einschlag und mag die Anglizismen nicht sonderlich.
 
Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde Hans Stammreich aller Funktionen und Ämter enthoben. Dank Vermittlung durch Albert Einstein fand er in Paris Arbeit in den Instituten von Langevin und Fabry an der Sorbonne, wo er sich mit der Entwicklung und Anwendung von Spektrometern und Colorimetern befaßte. In Zusammenarbeit mit der Firma Philips entwickelte er Metalldampflampen, u.a. auch zur industriellen Herstellung von Vitamin D.
 
Frau Stammreich erzählte uns aus dieser Zeit und schrieb uns:
 
"Mein Mann (H.) verlor seine Stellung als "Ständiger Assistent" an der Technischen Hochschule Charlottenburg durch die Judengesetze unter dem damaligen Unterrichtsminister Rusk. Wir emigrierten nach Paris, wir dachten, der Nazispuk würde schnell vorübergehen und wir waren sozusagen immer auf dem Sprung nach Deutschland zurückzukehren. Wir hatten ein interessantes Leben in Paris und lernten viele deutsche Emigranten kennen: Wissenschaftler, Schriftsteller und Künstler. Um die bekanntesten zu nennen: Einstein, A. Köstler und L. Feuchtwanger. Die französischen Kollegen waren H. nicht sehr kollegial gesinnt, mit Ausnahmen natürlich wie Prof. Langevin und Fabry, mit denen er später zusammenarbeitete. Wir blieben mit der Ausnahme eines Jahres (1935/36) in Paris.
 
Die ersten Wochen der Emigration verbrachten wir in Belgien. Dort lernten wir Einstein und seine Frau Elsa kennen. Frau Einstein war später bei uns in Paris zu Gast. Sie war eine sehr ungewöhnliche Person. Als wir sie kennen lernten, fragte sie mich nach H.ís Beruf und sagte: Es wird Sie interessieren "sí Albertle" ist auch Physiker. Als König Albert von Belgien ihr zwei Detektive zur Verfügung stellte, meinte sie "einer wäre genug, statt des zweiten hätte sie lieber eine Putzfrau". Bei einem großen Abendessen im "Weißen Haus" aß sie die Tischdekoration, Orchideen, die sie für Salat hielt. Sie selbst war eine richtige deutsche Hausfrau, sehr bescheiden für sich, zögerte aber nicht die Feuerwehr zu bestellen, wenn Einstein sich verspätete, damit sie schnell durch den Verkehr fahren konnte." (Frau Einstein besuchte die Stammreichs in Paris auch , als dort Elsas Tochter aus erster Ehe an Krebs gestorben war.)
 
"1935 bekam H. eine Einladung nach Teheran (damals Persien). Er sollte bei der Einrichtung einer Universität mitarbeiten. Alles war unglaublich primitiv, die Fakultät bestand aus einem veralteten Mikroskop. Dort wollte er natürlich nicht bleiben. Aber es war ein interessantes Jahr und wir lernten viel. Unser Umgang waren z. T. Diplomaten, aber vor allem eine französische Gruppe von Archäologen. Wir hatten die Reise nach Teheran von Palestina (dort gefiel es den Stammreichs nicht, alle Einwanderer - Gruppen hatten gegenseitige Auseinandersetzungen und einen gemeinsamen Hass auf die Araber) aus in einem kleinen Renaultwagen gemacht, recht abenteuerlich, teilweise in Konvoi durch die Wüste, es gab weder Straßen noch Flugzeuge".(Vorher lagen Reisen nach Moskau und Leningrad) .
 
1936 - 40 waren wir wieder in Paris. Im September 1939 war die Kriegserklärung und alle Männer die aus Deutschland kamen, wurden interniert, gleichgültig ob sie Emigranten waren oder nicht. H. war in einem Lager in der Nähe von Orleans. Nach ein paar Monaten kam ein Erlaß, daß die Internierten die Wahl hatten, entweder in die Légion Etrangére zu gehen, oder Straßenbau zu machen, oder nach Übersee zu gehen. Es war sehr schwer ein Visum zu bekommen, die amerikanische Quote war überfüllt, mit den Judenpässen konnte man in viele Länder nicht einreisen, es war eine trostlose Situation. "Juden für die Deutschen - Deutsche für die Franzosen." (Die französischen Behörden erlaubten die Ausreise von Menschen nicht, die ein eingestempeltes 'J' in ihrem deutschen Paß trugen. Zum Glück hatten Stammreichs noch einen Doppel-Paß von ihrer "Orientreise" ohne 'J'. Langevin empfahl dem schwedischen Konsul, diesen Pass zu verlaengern.)
 
" Durch die Empfehlungen von Einstein, (der bereits in USA war) und Langevin gelang es mir, ein permanentes Visum für Brasilien zu bekommen. Ich bin Brasilien für immer dankbar, daß man uns mit offenen Armen aufnahm und uns große Möglichkeiten bot.
 
Hoffnungsvoll schifften wir uns ein und konnten Bücher und persönliche Dinge mitnehmen. Alles ging gut bis Casablanca, wo wir während der Invasion Holland-Belgien ankamen. Marokko war französische Kolonie. Die französische Polizei kam an Bord, nahm keinerlei Kenntnis von unserem Ausreisevisum das nur nach Übersee lautete und holten H. von Bord und liesen mir den Doppel-Paß. Ich war plötzlich ganz allein, keine Ahnung wohin man H. verschleppt hatte, hatte sehr wenig Geld und konnte kein einziges Wort portugiesisch sprechen. Ich wurde gezwungen die Reise fortzusetzen und kam am 30.05.1940 in Rio an.
 
Was war aus H. geworden? Ich hatte drei Empfehlungsbriefe, einen an einen sehr bekannten Art Dr. Aloisio de Castro, der mit mir in das Außenministerium ging, um mich dem Außenminister vorzustellen. Ich wurde sehr sehr gut aufgenommen und es wurde sofort an die Hafenbehörden in Casablanca telegraphiert, daß H. jederzeit nach Brasilien einreisen könnte und daß man für alle Spesen aufkommen würde.
 
Einer der refugiés kam in Juni durch Rio, das erste Lebenszeichen von H.. Er war in einem deutschen Kriegsgefangenenlager zusammen mit kriegsgefangenem Schiffspersonal. Er könne sich diesmal noch nicht einschiffen, er müsse erst noch zu einem Verhör. Er hatte ein Kinderschreibspiel gespielt "Schiffe versenken", das die idiotischen Behörden für Ausmarschpläne der deutschen Marine hielten, er käme erst mit dem nächsten Schiff. Es gab aber kein "nächstes" Schiff. Frankreich war inzwischen besetzt, der Hafen von Casablanca von den Engländern blockiert. Die Situation war wie in dem Ingrid Bergmann Film "Casablanca". Französische Flüchtlinge, Regierungsmitglieder, deutsche refugiés, die vor der deutschen Besetzung in Frankreich geflohen waren. H. erfuhr von einem Boot oder vielmehr einer Barke, die den französischen Ministerpräsidenten Camilli Chautemps und einige andere Regierungsmitglieder aus Casablanca herausschmuggeln sollte. Er erpreßte sozusagen die Hafenpolizei, einen weiteren Platz für ihn einzuräumen. Das Boot fuhr nach Portugal, von dort bekam ich ein Telegramm, das brasilianische Außenministerium belegte einen Platz auf einem brasilianischen Schiff, der Alptraum war - wenigstens für uns - vorüber." (Im Oktober 1940 traf Hans Stammreich in Rio ein.)
 
In Sao Paulo arbeitete Hans Stammreich zunächst in einer Firma für Gasentladungslichtquellen, und lernte portugiesisch. Der russische Emigrant Prof Watagin, der die naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Sao Paulo gegründet hatte bot ihm die Möglichkeit, am Department für Physik der Universität Sao Paulo an der Konstruktion von Quecksilberdampf-Gleichrichtern und von Echoloten mitzuarbeiten. 1945 wurde er dort Professor, 1947 Ordinarius für Physik.
 
Seit 1947 arbeitete er an der Entwicklung von Lichtquellen für die Raman-Spektroskopie. Er erkannte bald die Nachteile der damals üblichen Anregung mit der blauen QuecksilberLinie, 435,8 nm: die Absorption durch farbige Verbindungen, deren photochemische Zersetzung und die Fluoreszenz der Proben und ihrer Verunreinigungen. Stammreich stellte fest [2], daß die Infrarot-Spektroskopie die Raman-Spektroskopie nahezu verdrängt hatte, obwohl zur Berechnung von Kraftkonstanten, intra- und intermolekularen Wechselwirkungen die Raman-Spektrometrie essentielle Beiträge liefern konnte. Gerade viele einfache Moleküle, vor allem solche schwerer Atome, waren noch nicht untersucht. Dabei handelte es sich jedoch oft um farbige Verbindungen, deren Raman-Spektren mit den herkömmlichen Methoden nicht zugänglich waren. Die Anregung im langwelligen Spektralbereich lag nahe, jedoch standen ihr mehrere Hindernisse im Wege:
 
1., die Dispersion der üblichen PrismenSpektrographen ist im langwelligen Bereich zu gering,
 
2., die Proportionalität der Intensität der Raman-Linien mit der 4. Potenz der Erreger-Frequenz senkt deren Intensität drastisch,
 
3., die Empfindlichkeit aller Strahlungsdetektoren, einschließlich der Photoplatte, ist gering und
 
4., gibt es schließlich keine Lichtquellen, die grundsätzlich ähnlich günstige Eigenschaften wie die von Quecksilber-Plasma-Lichtquellen haben.
 
Trotz dieser ungünstigen Voraussagen konnte Stammreich unerwartete, einzigartige Erfolge erzielen.
 
Er konstruierte lichtstarke Gitter-Spektrographen und, dank seiner Erfahrung mit der Entwicklung von Gasentladungslampen, begann er Lichtquellen für die Anregung im langwelligen Spektralbereich zu bauen. Er untersuchte die Möglichkeit der Verwendung von Argon-, Krypton- und Neon- sowie von Rubidium- und Caesium-Entladungen [2]. Dazu gehörten auch geeignete 'Sekundärfilter', die, insbesondere bei der Aufnahme der Spektren von Kristallpulvern, die starke Erregerstrahlung reduzierten [15], wie z.B. Lösungen von Erbium-Perchlorat und Neodym-Nitrat. Eine Helium-Lampe mit wendelförmigem Brenner erwies sich als optimal. Da das käufliche Helium durch Neon verunreinigt war, mußte Stammreich das Helium für diese Lichtquellen aus Monazit-Sand gewinnen. Photoplatten konnten speziell für den langwelligen Bereich sensibilisiert werden und durch Anregung an der langwelligen Kante der Absorptionsbanden konnte sogar ein (Pre-)Resonanz-Raman-Effekt genutzt werden [2].
 
Sytematische Studien der Schwingungsspektren der Halogenide von Schwefel und Selen waren nun möglich [3], sowie von Iodoform [4]. Mit einem Plan-Gitter mit 2160 Linien/mm konnte er mit R. Forneris bei Anregung mit der He-Linie 587.6 nm die Feinstruktur der Valenzschwingungen der Isotope des flüssigen Chlors auflösen [5]. Es folgte eine Arbeit über die Schwingungsfrequenzen und zwischenmolekularen Wechselwirkungen von Brom, Iod und die 2-atomigen Interhalogen-Verbindungen [6]. Aufsehen erregten die Schwingungs-Analysen von Metall-Carbonylen [7 - 9]. Die Strukturaufklärung der von E. O. Fischer aufgefundenen Verbindungen vom Typ Dibenzol-Chrom (Nobelpreis 1973) erforderte Raman - Spektren, was jedoch mit der Anregung durch die Quecksilber-Entladung nicht möglich war. Erst die Verwendung der Helium-Linie 587.6 nm erlaubte schließlich sogar die Messung des Polarisationszustandes der Raman-Linien [10]. Die Analyse der Raman-Spektren von Phosphor-Halogeniden [11] und von Verbindungen mit Hg-Hg - Bindungen [12] gehören heute zum Standard- Wissen der anorganischen Struktur-Chemie.
 
Die Helium-Lampe erzeugte großes Interesse weltweit: Mit den Professoren Cotton, Foil Miller, Lecomte, Kastler und Wilkinson ergaben sich Kooperationen, Gegenbesuche und Freundschaften. Hans Stammreich hatte auch in Deutschland viele persönliche Freunde gewonnen, als er im Jahre 1961 in Freiburg als Gast der Professoren Mecke und Lüttke arbeitete. Die Helium-Lampe wurde in vielen Laboratorien nachgebaut, in Freiburg durch Schühly,zuletzt sogar als Teil der Diplomarbeit von Wolfgang Kiefer im Jahre 1967 im Laboratorium von Professor Brandmüller in München [14]. Mit der neuartigen 'Doppel-Helix'-Lampe konnte er - noch in der Zeit der frühen Laser-Raman-Spektroskopie -sehr schöne Raman-Spektren, z.B. von kristallinem Azobenzol, aufnehmen.
 
Frau Stammreich erzählte uns:
 
"Es ist uns in Brasilien gut ergangen. H. arbeitete zuerst in einer Fabrik für fluoreszierende Lampen, als er die Sprache einigermaßen beherrschte wurde er von der Fakultät kontraktiert. Es waren damals viele ausländische Professoren an der USP (Universidade de São Paulo) Franzosen, Italiener und eine Reihe von deutschen Emigranten.
 
São Paulo hatte damals 900.000 Einwohner und einen einzigen Wolkenkratzer - heute sind es 12 Millionen. Frauen gingen vollkommen in der Familie auf, fuhren nicht Auto und nur sehr wenige studierten. Scheidung gab es noch nicht. Das ist alles heute vollkommen anders. Man holte die letzten 50 Jahre in 10 Jahren nach.
 
Die Kollegen von der USP nahmen H. sehr gut auf, er nahm an vielen Kongressen im Ausland teil. Unser Leben verlief wieder ruhiger. H. starb an einer Herzattacke am 06.03.1969 im Alter von 66 Jahren".
 
Frau Stammreich erzählte uns auch von der Überschrift des Nachrufs auf Hans Stammreich: "USP verliert einen deutschen Wissenschaftler".
 
Heute ist das von Stammreich gegründete Institut ein bekanntes Zentrum der Forschung auf dem Gebiet der Ramanspektroskopie [15].
 
Wir meinen, daß wir Hans Stammreich eine Würdigung in dieser Zeitschrift* schulden.
 
 
[0] Journal of the Brasilian Chemical Society 7(6)1996, Editorial
 
[1] O. Sala: Vida e Obra do Prof. Dr. Hans Stammreich, Sciencia e Cultura, 21, No. 4, 785 (1969)
 
[2] H. Stammreich, Technique and results of excitation of Raman spectra in the red and near infra-red region, Spectrochim. Acta, 8, 41 (1956)
 
[3] H. Stammreich, R. Forneris, Raman spectra and structure of tetratomic sulphur and selenium halides, Spectrochim. Acta, 8, 46 (1956)
 
[4] H. Stammreich, R. Forneris, Raman spectrum of iodoform, Spectrochim. Acta, 8, 52 (1956)
 
[5] H. Stammreich, R. Forneris, High-resolution Raman spectroscopy in the red and near infra-red - I Vibrational Raman spectrum of natural liquid chlorine, Spectrochim. Acta, 17, 775 (1961)
 
[6] H. Stammreich, R. Forneris, Y. Tavares, High-resolution Raman spectroscopy in the red and near infra-red - II Vibrational frequencies and molecular interactions of halogens and diatomic interhalogens, Spectrochim. Acta 17, 1173 (1961)
 
[7] H. Stammreich, O. Sala, Raman spektrum und Struktur des Ions (Mo(CM)8)4-, Z. Elektrochem., Ber. Bunsenges. Phys. Chem. 64, 741 (1960)
 
[8] H. Stammreich, K. Kawai, O. Sala, P. Krumholz, Raman Spectra of Metal Carbonyl Compounds. III. Raman Spectrum, Vibrational Analysis, and Bond Structure of Nickel Tetracarbonyl, J. Chem. Phys. 35, 2168 (1961)
 
[9] H. Stammreich, K. Kawai, O. Sala, P. Krumholz, Raman Spectra of Metal Carbonyl Compounds. IV. Raman Spectra and Structure of Cadmium and Mercury Cobalt Carbonyl, J. Chem. Phys. 35, 2175 (1961)
 
[10] H. P. Fritz, W. Lüttke, H. Stammreich, R. Forneris, IR- und Raman-Untersuchungen zur Struktur des Di-Benzol-Chroms, seines Kations sowie verwandter Verbindungen, Spectrochim. Acta 17, 1068 (1961)
 
Prof. Luettke, Emeritus in Goettingen, schrieb: Daß Sie Frau Stammreich getroffen haben, freut mich besonders. Damals hatten E.O. Fischer (Nobelpreistraeger) und H.P. Fritz sich mit der Bitte um Spektroskopie des Dibenzolchroms an mich gewandt. Die IR-Messungen brachten wir zustande, aber keine schluessige Zuordnung. Da wandte ich mich an Herrn Stammreich, den ich von Tagungen (zuerst EUCMOS Oxford 1955) kannte sowie Besuchen in Freiburg und sehr schaetzte. Er trug dann sein meisterhaftes Raman-Spektrum bei und wir konnten diese Arbeit, die insgesamt sehr viel Muehe gemacht hat, gut abschliessen.
 
[11] S. G. Frankiss, Foil A. Miller, H. Stammreich, T. Teixera Sans, Infrared and Raman spectra and structure of P2I4, Spectrochim. Acta 23A, 543 (1967)
 
[12] H. Stammreich, T. Teixera Sans, Hg-Hg stretching frequencies and bond lengths in mercurous compounds, J. Mol. Struct. 1, 55 (1967)
 
[13] H. Stammreich, Y. Kawano, The Raman Spectrum of solid iodine trichloride, Spectrochim. Acta, 24A, 899 (1968)
 
[14] W. Kiefer, "Entwicklung und Erprobung einer He-Lampe für die Ramanspektroskopie", Diplomarbeit Univerisität München 1967
 
[15] P. S. Santos, Raman Spectroscopy at the University of Sao Paulo: Past, Present and Perspectives, J. Raman Spectroscopy 22, 513 (1991)
 
Bernhard Schrader, Essen
 
Andreas Otto, Düsseldorf
 
* Leider hat es die Redaktion der Physikalischen Blätter abgelehnt, diesen Beitrag aufzunehmen.